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© Peter Runkewitz
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07 August 2021 Taucha (DE) - Ancient Trance

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© Peter Runkewitz

I played a concert at Ancient Trance in Taucha (Germany) on the 7th of August 2021 — if you were there it would mean a lot to me if you would share your impressions and thoughts and maybe even some pictures with me!

© Peter Runkewitz
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Your thoughts, memories and pictures

Nach einem langen Festivaltag oder auch nach einer stundenlangen emotionalen Achterbahnfahrt dachte ich, jetzt geht gar nichts mehr. Überwältigt, überrollt und überfordert. Ich habe mich, je länger der Tag wurde, immer weiter in mich zurückgezogen und versteckt, weil ich nicht mehr wusste, was ich mit den ganzen Eindrücken anfangen sollte. Vielleicht schreiend in den Wald rennen? Dann kam dein Konzert. Beim Soundcheck schon wuchs ein Gefühl der Hoffnung nach irgendetwas, das in dem Moment noch nicht greifbar war. Dein Konzert war genau das, was ich brauchte, wie ein guter Geist der die verängstigte Seele streichelt und sagt , dass alles gut ist. Die Emotionen haben sich wieder raus getraut und die Tränen waren wie ein kleiner Befreiungsschlag. Ein wunderschöner , authentischer Auftritt. Berührende Performance. Vielen lieben Dank.

— Iris

Als ich bei der Teichbühne ankomme und merke, dass das Konzert schon angefangen hat, komme ich nicht dazu, mir die Frage zu stellen, wie viel ich verpasst habe, denn meine Gedanken hören mit einem Mal auf zu existieren. Ich nehme wahr, lausche, der Boden unter mir, meine Füße, die jeden Schritt plötzlich ganz behutsam, langsam gehen und fühlen wollen. Ich schaue umher, die Bäume, der Teich, auf dem rotes und blaues Licht auf winzigen Wellen reflektiert, Menschen, die umherlaufen oder stehen, den Blick Richtung Bühne, die da als schwerer Koloss steht und von welcher violettes weißes Licht seinen Weg zur Menge findet. Die Musik, die ich da höre, scheint alles miteinander zu verbinden, alles zu umhüllen… ich kann beinahe sehen, wie sie durch die Blätter an den Zweigen der Bäume huscht, die dann zu tanzen anfangen. Und die Weite des Himmels über mir … dennoch fühlt es sich so an wie ein beschützendes Zelt, oder fühle ich mich von der Musik beschützt? Ich werde innerlich ganz ruhig, fühle mich geborgen, die wenigen Sterne am Himmel kleine freundliche Leuchtelichter. Ich fühle mich angekommen, bei mir selbst, endlich, nach zwei aufwühlenden Tagen, die mich dazu gebracht haben, meine Gefühle achtlos irgendwo in meinem Körper zu verstauen, wie als hätte ich nicht genug Zeit für einen Umzug und würde alle Gegenstände kreuz und quer in Kisten werfen, ohne überhaupt zu sehen, was ich da gerade in den Händen halte. Aber jetzt wird mir bewusst, was ich da fühle, wie sehr die Musik mein Seelenleben widerspiegelt. Tiefste, tiefste Nacht höre ich da, meine Ohnmacht, und meine Träume…und das Schweben, die Leichtigkeit der Fantasie, alles das darf da sein, es ist okay, so zu fühlen, vollkommen okay. Hmm, was für ein schönes Geschenk, diese Musik…

— Laura

ceci n’est pas une flûte

Ich wollte nichts mehr sagen nach dem Konzert. Nur noch das Gefühl bei mir behalten, einfangen. Und so gingen wir zum Auto. Die Anderen redeten. Aber niemand sagte etwas zu dem eben Erlebten. Und irgendwann sagte ich doch noch was: „Jetzt weiß ich, welche Musik der Rattenfänger von Hameln dabei hatte.“ Und dann platzte es aus uns heraus. Und meine Angst, dass ich das nur allein gefühlt hatte, war weg. Es war eine Reise. Am Anfang eine Annäherung, den Alltag zurück lassen und den Stress. Den trat ich in den Boden und ein zartes Pflänzchen wuchs zu meinen Füßen. Und dann war da der Wald. Das Stück war wie gemacht für den Ort und die Zuhörer. Elfen und grün und Licht und die Liebe zur Natur. Ich tauchte ein und manchmal kurz wieder auf. Irgendwann war es als würde mich die Musik heilen….dann kam eine so sehr sexuelle Komponente dazu, dass ich mich nicht gewundert hätte, wenn alle sich auf dem Boden miteinander vergnügt hätten 🙂 ( Der Rattenfänger). Die Bässe. Voll in die Fresse! Als würde Energie und Sonne direkt in mich rein gepumpt. Und gefühlt waren alle um mich herum begierig darauf. Dann brachte die Musik uns zurück. Auf die Füße. So dass es ein Abschied ohne Bedauern wurde. Ja, ein schöner Abschluss 😉 Dennoch waren die Zugaben groß. Ich war auf vielen Konzerten, aber kein einziger Musiker hat mich für die Dauer eines gesamten Konzertes so sehr und auf so viele Arten berührt. Es ist traurig und wundervoll zugleich, dass es diesen Moment nie wieder geben wird. Aber es wird sicher andere Momente geben. Danke und bis zum April!

— Anja, Katrin, Toni & Mo